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Tag des Bayerischen Baugewerbes 2017

„Wir bauen Umwelt. Und das machen wir nachhaltig. Aber Umweltauflagen dürfen nicht dazu führen, dass wir nicht mehr bauen können. Wir brauchen wieder mehr politisches Augenmaß, um die Interessen des Umweltschutzes mit den Anforderungen modernen Bauens vereinen zu können. Denn das geht derzeit vielfach verloren.“ Mit diesen Worten warb Wolfgang Schubert-Raab, neugewählter Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände, am Tag des Bayerischen Baugewerbes in München für einen konstruktiven umwelt- und baupolitischen Dialog zwischen Bauwirtschaft und Politik.

Der Präsident des LBB wies auf vier große Baukostentreiber hin:

Stoffstromverschiebungen nehmen zu

Der Deponierungsanteil mineralischer Bauabfälle nimmt ständig zu. Mussten 2010 in Bayern nur rund 3,7 Mio. Tonnen Bodenaushub und Bauschutt auf Deponien teuer beseitigt werden, sind es jetzt schon rund 6 Millionen Tonnen. Immer mehr nur geringfügig belasteter Boden darf nach Aushub nicht wieder eingebaut, sondern muss deponiert werden.

Deponieraum fehlt

Deponieraum für Bauabfälle und Bodenaushub wird in vielen bayerischen Regionen knapp. Das bestätigt nicht zuletzt die Deponiebedarfsprognose des Bayerischen Landesamts für Umwelt aus 2016.

Transportwege für Bauabfälle und Bodenaushub werden immer länger

Dies führt in sehr vielen Fällen zu sehr langen Transportwegen, um das Material entsorgen zu können. Die ist unökologisch und steigert die Kosten des Bauens.

Dämmstoffe sind kein gefährlicher Abfall

Dämmstoffe werden beim Hochbau überall eingesetzt. Ohne sie gibt es keine Energiewende im Gebäudebestand. Wegen der Einstufung eines Großteils der Dämmstoffe als gefährliche Abfälle bei Um- und Rückbau kam es zu einem Entsorgungsnotstand für HBCD-haltige Dämmstoffe.

Schubert-Raab: „Die steigenden Baukosten treffen private wie öffentliche Bauherren. Es ist zu befürchten, dass sich die Problematik durch die vom Bundeskabinett kürzlich beschlossene Mantelverordnung weiter verschärfen wird. Wir müssen gemeinsam gegensteuern.“

Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie im Anhang.

Foto: LBB

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