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Sekou Sawadogo erhält Hochschulpreis des Bayerischen Baugewerbes

Franz Peteranderl, Präsident der Bayerischen Baugewerbeverbände, übergab heute im Oskar-von-Miller-Forum in München an Sekou Hamadé Tidiane Sawadogo den Hochschulpreis des Bayerischen Baugewerbes. Der Gaststudent aus Burkina Faso, der an der Universität der Bundeswehr studiert hat, erhielt den mit 2.500 EUR dotierten Preis für seine Diplomarbeit zum Thema „Entscheidungstheorie, Entwicklung eines Modells für die Auswahl von Deckenschalungen“. Er setzte sich mit dieser Arbeit gegen 13 eingereichte, hochkarätige Arbeiten durch. Absolventen fünf verschiedener Nationen von zwei Universitäten und drei Hochschulen hatten am Wettbewerb teilgenommen.

Das Bayerische Baugewerbe hatte zum 2. Mal seinen Hochschulpreis ausgeschrieben. Mit ihm werden herausragende Studienabschlussarbeiten in der Fachrichtung Bauingenieurwesen prämiert, die an bayerischen Hochschulen und Universitäten verfasst wurden und einen hohen Praxisbezug haben.

Franz Peteranderl würdigte in seiner Laudatio die Arbeit des Preisträgers. „Herr Sawadogo greift das im Bauwesen noch wenig bekannte hierarchische AHP-Verfahren des Mathematikers Thomas L. Saaty auf, entwickelt ein Tabellenkalkulationsschema und erprobt die Methode anhand der Auswahl von Deckenschalungen. Hervorzuheben ist der unmittelbare Praxisbezug der Arbeit bei gleichzeitigem hohem wissenschaftlichen Anspruch.“

Im Vorfeld der Preisverleihung fand ein Fachkolloquium statt, das dem Meinungsaustausch zwischen dem Baugewerbe und den Hochschulen diente, sich den Folgen des Bologna-Prozesses für die Ausbildung und die Berufschancen junger Bauingenieure widmete und sich kritisch mit den Auswirkungen der weiteren Verschärfung der Klimaschutzanforderungen durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energieen-Gesetz (EEG) auf das Baugeschehen auseinandersetzte.

Dabei wurde deutlich, dass die von der Bundesregierung geplanten weiteren Verschärfungen der Klimaschutzanforderungen an neuen Wohnhäusern durch die EnEV und das EEG, die bis zum Jahre 2020 zu einem ausschließlichen Bau von Passivhäusern führen sollen, wirtschaftlich nicht sinnvoll sind und das ebenfalls beabsichtigte Ziel der verbesserten Nachhaltigkeit nicht erreichen werden. „Es ist nicht sinnvoll, die energetischen Anforderungen an Gebäude noch weiter zu verschärfen. Die Investitionen in Gebäudesanierungen und in den Ersatz alter Bausubstanz würden sinken. Die Klimaschutzanforderungen würden deshalb gerade nicht erreicht“, stellte Präsident Peteranderl die Position des Baugewerbes dar.

Pressestelle

Holger Seit
Rechtsanwalt Dipl.-Phil.
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