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Bayerisches Bau- und Ausbaugewerbe bleibt optimistisch

Das bayerische Bau- und Ausbaugewerbe bleibt trotz deutlich gesenkter gesamtwirtschaftlicher Konjunkturprognosen optimistisch. Mehr als zwei Drittel der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder sehr gut ein. Das ist der beste Wert seit Beginn der Umfrage der Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern (LVB) vor sieben Jahren. Dank des Trends zu „Betongold“ und effizienter Haustechnik ist das Auftragspolster der Betriebe mit achteinhalb Wochen sogar noch etwas dicker als im Durchschnitt des bayerischen Handwerks.

LVB-Sprecher Hans Auracher betonte aber, dass die Baupreise in den meisten Gewerken nach wie vor nicht mit der insgesamt guten Entwicklung mithalten können. 15 Prozent der Bau- und 10 Prozent der Ausbaubetriebe klagen laut Umfrage über schlechte oder sogar nicht mehr kostendeckende Preise.

Für das kommende Halbjahr erwarten laut LVB-Konjunkturprognose 43 % der Betriebe gute und 54 % zumindest zufriedenstellende Geschäfte. Damit sind die Erwartungen auf ähnlich hohem Niveau wie vor einem Jahr. „Die Herbstumfrage stimmt mich optimistisch, dass sich der positive Trend in den kommenden Monaten fortsetzen und auch auf die Beschäftigung auswirken wird“, stellte Auracher fest. Auch die hohe Ausbildungsleistung der Betriebe könne weitgehend gehalten werden. Der LVB-Sprecher wies in diesem Zusammenhang auf zunehmende Probleme der Betriebe bei der Nachwuchsgewinnung hin. Die rückläufigen Absolventenzahlen der bayerischen Mittelschulen würden dieses Problem in den nächsten Jahren noch verschärfen.

Der LVB-Sprecher kritisierte die vom EU-Parlament geplante Ausdehnung der Tachographenpflicht auf Fahrzeuge ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 2,8 Tonnen, sobald diese weiter als 100 Kilometer vom Firmensitz entfernt eingesetzt werden. Laut Umfrage wären davon 80.000 Fahrzeuge in den Bau- und Ausbaubetrieben der Mitgliedsverbände betroffen. Die Landesvereinigung Bauwirtschaft Bayern fordert vom EU-Parlament dringend eine Korrektur der novellierten Verordnung. Steigende gesetzliche Vorgaben und die hohe Abgabenlast seien die von den Unternehmen am häufigsten genannten Kernprobleme.

Pressestelle

Holger Seit
Rechtsanwalt Dipl.-Phil.
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