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Bayerische Bau- und Immobilienwirtschaft stellt Leitbild für den Wohnungsbau in Bayern bis 2020 vor

„Der Stellenwert des Wohnungsbaus ist fast völlig aus dem Blickfeld der Sozialpolitik und der breiten Öffentlichkeit verschwunden. Dies zeigt das Desinteresse, mit dem auf den beispiellosen Einbruch des Wohnungsbaus in den letzten beiden Jahren reagiert wird.

Dabei ist der Wohnungsbestand stark überaltert und genügt nicht mehr den heutigen Anforderungen. Gleichzeitig unterliegt der Wohnungsmarkt rasanten Veränderungen, die zu dessen Umstrukturierung zwingen. Wir müssen deshalb zügig konkrete Lösungen entwickeln, die den neuen Anforderungen gerecht werden“, sagte Dr. Hannes Zapf, Sprecher der Bayerischen Aktionsgemeinschaft für den Wohnungsbau, anlässlich der Vorstellung des neuen Leitbilds für den Wohnungsbau in Bayern bis 2020 durch die bayerischen Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft heute in München.

Der Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe im Wohnungsbausektor ist im 1. Quartal 2008 in Bayern gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres real um 11,5 % zurückgegangen. Die Wohnungsbaugenehmigungen sind in Bayern im vergangenen Jahr allein bei den Ein- und Zweifamilienhäusern um mehr als 30 % eingebrochen. Insgesamt wurden weniger als 37.000 Wohnungen genehmigt – so wenige wie noch nie. Da aber die Zahl der Privathaushalte in Bayern um mindestens 300.000 Einheiten bis 2020 steigen wird und gleichzeitig viele unsanierbare Wohnungen aus den 50er – 70er Jahren abgerissen werden müssen, gehen Angebot und Nachfrage immer weiter auseinander.

Mindestens 40.000 neue Wohnungen pro Jahr müssen in den kommenden Jahren in Bayern gebaut werden, um den Bedarf zu decken. Durch die Alterung der Gesellschaft wird außerdem der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen stark zunehmen.

Die Weichen für eine bedarfsgerechte neue Wohnungspolitik müssen deshalb jetzt gestellt werden. Hierzu gehören nachhaltige und regional differenzierte Siedlungs- und Bestandskonzepte, neue Förderinstrumente, aber auch die Erhöhung der steuerlichen Attraktivität der Immobilie für Investoren.

Pressestelle

Holger Seit
Rechtsanwalt Dipl.-Phil.
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