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Konjunkturumfrage LBB - Frühjahr 2022

Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen bei Baustoffen sowie steigende Finanzierungskosten und eine äußerst schwierige Fachkräftesituation verunsichern die Unternehmen des bayerischen Baugewerbes. Trotzdem läuft es in diesem Frühjahr auf den Baustellen noch vergleichsweise gut. Die derzeitige Geschäftslage wird in der Frühjahrskonjunkturumfrage 2022 von fast der Hälfte der Bauunternehmen als „gut“ bewertet. Nur etwa jeder siebte Betrieb beurteilt seine aktuelle Geschäftslage als „schlecht“. Auch die Auftragsbücher sind insgesamt gut gefüllt. Nur im Öffentlichen Hochbau und im Straßen- und Tiefbau läuft es nicht rund. Dort klagen rund 38 Prozent der Betriebe über einen zu kleinen Auftragsbestand, nur jedes fünfte Unternehmen ist mit seiner Auftragsreichweite zufrieden.

Preisentwicklung

Die Erwartungen sind hingegen von großen Unsicherheiten geprägt. Die deutlichen Preissteigerungen, mit denen die Bauunternehmen im Einkauf konfrontiert sind, erschweren viele Bauvorhaben. Alle Baubetriebe berichten von deutlich gestiegenen Einkaufspreisen in den vergangenen drei Monaten und gehen davon aus, dass die Preise für Baustoffe und Materialien in den nächsten Monaten weiter deutlich steigen werden. Die Bauunternehmen kommen deshalb nicht umhin, die Preise für ihre Bauleistungen zu erhöhen. In den letzten Monaten haben das etwa 90 Prozent der Bauunternehmen getan. Bauherren müssen in den kommenden Monaten mit weiteren Preissteigerungen rechnen.

Beschäftigtenentwicklung

Trotz der Unsicherheiten bleibt das mittelständisch geprägte Baugewerbe ein Beschäftigungsmotor. Jedes fünfte Unternehmen plant weiteres Personal einzustellen. Nur etwa 7 Prozent sehen sich veranlasst, Personal abzubauen. Ganz überwiegend (73 Prozent) soll das Personal gehalten werden. Damit hält der Beschäftigungsaufbau auch in Krisenzeiten weiter an.

Quelle: Mitgliederumfrage des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen; eigene Auswertung