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Konjunkturumfrage LBB - Frühjahr 2021

Aktuell sind die im Wohnungsbau tätigen Unternehmen mit ihrer Geschäfts- und Auftragslage sehr zufrieden. Auch die Mehrzahl der im Ausbau tätigen Firmen verzeichnet eine gute Geschäftslage. Deutlich schlechter ist die Lage im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Hochbau. Nur jedes vierte dort tätige Unternehmen schätzt seine Lage dort mit „gut“ ein. Am schlechtesten wird die Geschäftslage bei den Straßenbauern eingeschätzt. Dort bewertet nur jedes fünfte Unternehmen die Lage mit „gut“, aber 37 Prozent mit „schlecht“.

Baukonjunkturprognose für 2021

In den kommenden Monaten erwarten vor allem die im Straßenbau, Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau tätigen Unternehmen eher eine weitere Verschlechterung der Geschäftslage. Dagegen stützen die stabil hohe Nachfrage im Wohnungsbau und die verbesserten Rahmenbedingungen für Sanierungen diese Geschäftsfelder auch in 2021. Dies korrespondiert mit der Einschätzung der Unternehmen zum Investitionsverhalten der Kommunen. Über 60 Prozent der Baubetriebe erwartet in den kommenden 6 Monaten weniger Aufträge von den Städten, Gemeinden und Landkreisen im öffentlichen Hochbau und im Straßenbau.

Preisentwicklung

Die Einkaufspreise sind in den letzten 3 Monaten sehr deutlich gestiegen. Zwei von drei Unternehmen mussten deutlich höhere Preise im Einkauf verkraften. Auch für die kommenden Monate wird mit anhaltenden und deutlichen Preissteigerungen vor allem bei Holz, Stahl, Bitumen und Kunststoffen gerechnet. Die Verknappung von Materialien sowie die insgesamt noch hohe Nachfrage nach Bauleistungen treiben die Einkaufspreise weiter an. Gipsprodukte, Bitumen, Werkzeuge, Baumaschinen und Geräten, vor allem aber Kunststoffe, Holz- und Stahlprodukte sind für die Bauunter-nehmen aktuell nur eingeschränkt verfügbar.

Beschäftigtenentwicklung

Jedes fünfte Bauunternehmen will weiteres Personal einstellen. Nur etwa 7 Prozent der Betriebe sehen sich veranlasst, Personal abzubauen. Ganz überwiegend soll das Personal gehalten werden. Der Beschäftigungsaufbau in der Bauwirtschaft hält mittlerweile schon 13 Jahre an. Im Jahr 2009 verfügte das bayerische Bauhauptgewerbe noch über 133.000 Beschäftigte. In 2020 waren es fast 170.000 Beschäftigte. Für 2021 erwartet der LBB das Erreichen der Marke von 175.000 Beschäftigten.  

Die Unternehmen bilden auch wieder deutlich mehr aus. Über ein Viertel der Unternehmen will 2021 mehr als im Vorjahr ausbilden. Häufig gelingt es aber nicht, alle Ausbildungsplätze zu besetzen. Die Hälfte der Unternehmen melden unbesetzte Ausbildungsplätze.

Quelle: Mitgliederumfrage des Landesverbands Bayerischer Bauinnungen; eigene Auswertung