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BG BAU Corona-Arbeitsschutzstandards verschärft

Aufgrund der neuen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (siehe hierzu den Artikel zur Corona-Arbeitsschutzverordnung) hat die BG BAU am 8. Februar 2021 eine aktualisierte Version des Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe veröffentlicht. Sie verpflichtet Arbeitgeber und Beschäftigte zu weitergehenden und verbindlichen Maßnahmen des Infektionsschutzes.

Die aktualisierte Version des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe enthält insbesondere folgende verschärfte Anforderungen: 

  • Bei gleichzeitiger Nutzung von Räumen durch mehrere Personen darf eine Mindestfläche von 10 qm für jede Person nicht unterschritten werden. Lassen die auszuführenden Tätigkeiten dies nicht zu, so hat der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen, insbesondere durch Lüftungsmaßnahmen und geeignete Abtrennungen zwischen den anwesenden Personen. Auch in Pausenräumen und Kantinen sind ausreichende Abstände sicherzustellen, z. B. durch entsprechende Anordnung von Tischen und Stühlen. Gegebenenfalls sind Schutzabstände durch Absperrungen oder Markierungen (z. B. Klebeband) abzugrenzen. Sind die Vorgaben zur Raumbelegung oder zu technischen Maßnahmen nicht umsetzbar, ist Mund-Nasen-Schutz durch Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen und von den Beschäftigten zu tragen.

    Die selbstgenähte Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht mehr zulässig. Es müssen medizinische Gesichtsmasken, FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt werden.

  • Die Arbeitsabläufe sind möglichst so zu organisieren, dass der Mindestabstand von 1,5 m sicher eingehalten wird. In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sind die Beschäftigten in möglichst kleine Arbeitsgruppen einzuteilen. Personenkontakte zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen im Betriebsablauf sowie Änderungen dieser Einteilung sind auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren. Zeitversetztes Arbeiten ist zu ermöglichen, soweit die betrieblichen Gegebenheiten dies zulassen.

  • Auftragsbearbeitungen, Rechnungslegung und andere Büroarbeiten oder vergleichbare Tätigkeiten sind als mobiles Arbeiten (z. B. von zu Hause) zu ermöglichen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.

  • Der Arbeitgeber hat Mund-Nasen-Schutz (med. Gesichtsmasken, FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken) zur Verfügung zu stellen, wenn

o die Anforderungen an die Raumbelegung nicht eingehalten werden können oder
o der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann oder
o bei ausgeführten Tätigkeiten mit Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist.

Die Beschäftigten haben die vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellenden Masken zu tragen.

Präventionsmaterial zum Download

Die Handlungshilfe der BG BAU „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe“ finden Sie anbei zum Download. Zudem hat die Bayerische Staatsregierung einen eigenen Downloadbereich mit Flyern, Plakaten und weiteren Informationen zum Thema Corona-Prävention eingerichtet.