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Steuerliche Förderung von Gebäudesanierungen

Das Bundeskabinett hat am 16. Oktober die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen ab 1. Januar 2020 beschlossen. (Update: 6.11.2019)

Worum geht es?

Mit diesem Beschluss hat das Bundeskabinett eines der wichtigsten Förderinstrumente im Gebäudesektor endlich auf den Weg gebracht und stößt damit eine wichtige Maßnahme des kürzlich beschlossenen Klimaschutzprogramms 2030 an. Künftig bietet die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen eine echte Alternative zu den bestehenden Kredit- und Zuschussprogrammen. Gebäudeeigentümer haben nun die größtmögliche Freiheit, das Förderinstrument zu wählen, das für sie am besten geeignet ist.

Die Ausgestaltung als progressionsunabhängiger Steuerabzug von 20 Prozent der Aufwendungen je Einzelmaßnahme und bis zu 20.000 Euro pro Objekt ist ein wichtiger Anreiz für Eigentümer aller Einkommensgruppen, die notwendigen energetischen Sanierungen in den kommenden Jahren vorzunehmen.

Die geplante Laufzeit von 10 Jahren entspricht unserer Forderung, Förderinstrumente langfristig auszurichten. Damit können sich unsere Mitgliedsbetriebe auf die voraussichtlich steigende Nachfrage nach energetischen Sanierungen sukzessive einstellen und entsprechende Kapazitäten aufbauen. Zur langfristigen Planungssicherheit muss der Gesetzgeber darauf achten, dass alle beihilferechtlichen EU-Vorgaben eingehalten werden.

Was wollen wir erreichen?

Der begrüßenswerte Kabinettsbeschluss muss nun zügig von Bundestag und Bundesrat beschlossen und dann in Gesetzform gegossen werden, damit potentielle Investoren und unsere Mitgliedbetriebe schnellstmöglich Planungssicherheit haben und dementsprechende Investitionen zeitnah umgesetzt werden können.

 

Update: 6. November 2019

Ende Oktober hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude verabschiedet.

 

Bild: Pexels