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Schwerpunktthema - Gegen Schwarzarbeit

Gegen Schwarzarbeit – für fairen Wettbewerb

Worum geht es?

Auf Baustellen gehören Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung immer noch zu weit verbreiteten Problemen. Zahlreiche Baubetriebe werden durch illegale, halblegale und scheinlegale Akteure auf dem Baumarkt bedrängt, zum Teil auch verdrängt und reguläre Arbeitsplätze bedroht. Schwarzarbeit reicht von Bauleistungen „ohne Rechnung“ bis zu mafiösen Strukturen, in denen mit hoher krimineller Energie gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen und Lohnsteuern, Sozialversicherungsbeiträge und Sozialkassenbeiträge hinterzogen werden. Schwarzarbeit bedeutet damit auch einen großen gesamtgesellschaftlichen Schaden.

Was wollen wir erreichen?

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung müssen effektiv bekämpft werden!

Die Bekämpfung von Schwarzarbeit muss oberste Priorität haben. Es ist nicht hinnehmbar, dass illegale Beschäftigung und mafiöse Strukturen die Marktmechanismen der Baubranche unterminieren und zu einer Wettbewerbsverzerrung zulasten des ordnungsgemäß arbeitenden Baumittelstands führen. Hier sind die Behörden dringend aufgefordert, effektiv und schlagkräftig die Kontrollen zu erhöhen. 

Zu einer effektiven Bekämpfung der Schwarzarbeit muss beispielsweise auch gehören, dass die Einhaltung der Mindestlöhne bereits bei Auftragsvergabe kontrolliert wird! Öffentlichen Auftraggebern obliegt bei der Vergabe von Bauleistungen eine besondere Verantwortung, der sie bislang nur unzureichend gerecht werden. Zwar sind sie gehalten, dem wirtschaftlichsten Bieter den Zuschlag zu erteilen, das darf aber nicht bedeuten, dass bei der Auftragsvergabe die Einhaltung der Mindestlöhne und der sonstigen zwingenden Arbeitsbedingungen außer Acht gelassen werden. Hier ist die öffentliche Hand gefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Foto: methaphum/stock.adobe.com