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Neue ERP-Innovationsfinanzierung fördert betriebliche Digitalisierung

Mit dem Ziel, Digitalisierung und Innovationen im Mittelstand gezielt zu unterstützen, will die KfW-Bankengruppe ihre Innovationsfinanzierung neu aufstellen.

Der ZDB hatte in Gesprächen mit der KfW und auch gegenüber der Politik immer wieder darauf hingewiesen, dass es neben Zeit und ausreichend qualifiziertem Personal insbesondere die finanziellen Mittel sind, die den Betrieben für die anstehende Digitalisierung fehlen. Zudem tun sich die Hausbanken offensichtlich schwer, Digitalisierungsprojekte - also Software, Hardware und Qualifizierungsmaßnahmen - zu finanzieren.

Was steckt hinter der KfW-Förderung?

Zum 1. Juli 2017 schließt die KfW nun die Lücke der Hausbanken bei der Finanzierung von unternehmerischen Vorstößen in die digitale Zukunft mit der neuen Produktfamilie „ERP-Innovationsfinanzierung“. Sie besteht aus zwei Komponenten: 

  1. dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ (Fremdkapital mit optionaler Haftungsfreistellung), mit dem Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben sowie Maßnahmen innovativer Unternehmen finanziert werden können, und
  2. dem „ERP-Mezzanine für Innovation“, über das Finanzierungspakete aus Fremd- und Nachrangkapital zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bereitgestellt werden. 

Wer kann die Innovationsfinanzierung beantragen?

Die beiden Produkte aus Mitteln des ERP-Sondervermögens und des Bundeshaushalts richten sich an etablierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Freiberufler in Deutschland, die - seit mind. 2 Jahren am Markt - einem jährlichen Gruppenumsatz von bis zu 500 Mio. EUR erwirtschaften. 

Für jedes zu finanzierende Vorhaben ist ein entsprechender Antrag bei der Hausbank zu stellen, und zwar vor Beginn des Vorhabens. Dabei wird bis auf weiteres keine Bereitstellungsprovision berechnet. 

Detaillierte Informationen zur Förderung sowie die entsprechenden Merkblätter finden Sie im Anhang.

Foto: Pixabay /Volker Schnäbele