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Mindestlohntarifverhandlungen 2017 - Tarifvorschlag angenommen

Die Zentralen Tarifvertragsparteien des Baugewerbes einigten sich am 17. Oktober 2017 auf einen Tarifvorschlag zur Regelung der Mindestlöhne im Baugewerbe. Innerhalb der Erklärungsfrist bis 3. November 2017 wurde der Vorschlag nun mehrheitlich angenommen.

Die wesentlichen Inhalte des Tarifergebnisses

Laufzeit:

24 Monate, bis 31. Dezember 2019

Erhöhungszeitpunkt 1. Januar 2018:

Mindestlohn 1: Erhöhung um 0,45 € von 11,30 € auf 11,75 € 

Mindestlohn 2 West: Erhöhung um 0,25 € von 14,70 € auf 14,95 €

Erhöhungszeitpunkt 1. März 2019: 

Mindestlohn 1: Erhöhung um 0,45 € auf dann 12,20 € 

Mindestlohn 2 West: Erhöhung um 0,25 € auf dann 15,20 €

Das bedeutet über die gesamte Laufzeit beim Mindestlohn 1 eine Erhöhung auf am Ende 12,20 € (insgesamt 8 %) und beim Mindestlohn 2 West auf am Ende 15,20 € (insgesamt 3,4 %).

Der Mindestlohn 2  in Berlin erhöht sich zu den gleichen Erhöhungszeitpunkten ebenfalls um jeweils  0,25 € auf zunächst 14,80 € und dann 15,05 €. 

Ein Mindestlohn 2 Ost wird nicht neu eingeführt.

Weiterhin wurde die Einsetzung einer technischen Kommission vereinbart, die ergebnisoffen nach besseren Kontrollmöglichkeiten beim Mindestlohn suchen wird. Dabei werden insbesondere die Aspekte Abgrenzung Mindestlohn 1 und 2, Chancen des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, Veränderung der Meldesysteme bei den Sozialkassen und Arbeitszeiterfassung behandelt. Die Arbeitsgruppe soll Ergebnisse bis Ende Mai 2018 vorlegen.

So geht es weiter

Mit Annahme des Tarifvorschlags kann von den Zentralen Tarifvertragsparteien nunmehr der Antrag beim Bundesarbeitsministerium auf Allgemeinverbindlicherklärung der Mindestlöhne gestellt werden. Nur allgemeinverbindlicherklärte Mindestlöhne gelten nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz für alle in- und ausländischen Baubetriebe zwingend.